Erfolgsfaktoren

Warum ISO 9001 Zertifizierung?

Warum ISO 9001 Zertifizierung

Mit der Frage nach dem „warum“ hat Simon Sinek ganze Bücher gefüllt und er kann davon leben. Tatsächlich wird die Warum-Frage viel zu selten gestellt. In diesem Beitrag soll die Frage „Warum ISO 9001 Zertifizierung?“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Der typische Einstieg

Die meisten zertifizierten Unternehmen wurden ursprünglich von ihren Industriekunden zur Zertifizierung gedrängt. Inzwischen fordern auch Kostenträger (z.B. Bundesagentur für Arbeit) oder Versicherungen (z.B. Krankenkassen) den Nachweise eines QM-Systems.

Hieraus ergibt sich für Entscheider eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Was kostet uns eine Zertifizierung und sichert diese unser Geschäft? Aus Entscheider-Perspektive kann das zu folgender Grundhaltung führen: „Die ISO 9001-Zertifizierung ist ein notwendiger Kostenfaktor. Wir müssen in QMB, Beratung und Zertifizierung investieren, damit dem Kunden ein Zertifikat zugesendet werden kann.“ Mit dieser eher negativ vorbelasteten Haltung wird alles Erforderliche getan, um die „Pappe für die Wand“ zu erhalten. Die Sinnfrage wird selten gestellt. Das ISO 9001 Zertifikat scheint Sinn genug.

Warum ISO 9001 Zertifizierung - Der steinige Weg

QM-Podcast Episode 43 – Rolle QMB

QM-Podcast Episode 43 - Rolle QMB mit an Jörgensmann

Mit „Rolle QMB“ ist nicht der Imperativ gemeint. In dieser Episode geht es um die geschichtliche Entwicklung und mögliche Aufgaben sowie erforderliche Kompetenzen von QM-Beauftragten.

Mit Jan Jörgensen (QMB eines diakonischen Werks, Stellvertretende Leitung des DGQ Regionalkreises Ruhrgebiet und zugelassener Auditor ISO 9001) rede ich in dieser QM-Podcast Episode über mögliche Rollen von QM-Beauftragten in Organisationen.

Beim Schneiden der Aufnahme ist mir bewusst geworden, wie viele Tipps und hilfreiche Praxisbeispiele in dieser Episode stecken. Vielen Dank nochmal an Jan Jörgensen. Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.

Wer mit Jan Jörgensen in Kontakt treten möchte, kann dies über den DGQ-Regionalkreis Ruhrgebiet tun: https://www.dgq.de/corporate/verein/regionalkreise/ruhrgebiet/

Managementbewertung im Detail

Managementbewertung

Mit der Beraterin und Auditorin Daniela Köfler spreche ich in der 41. Episode des QM-Podcasts über das Thema Managementbewertung nach ISO 9001:2015.

Anders als in der Episode 4 vom 02.09.2018, graben Daniela und ich uns Abschnitt für Abschnitt durch die Normanforderungen aus Kapitel 9.3. Hierbei erklären wir die einzelnen Anforderungen und suchen nach hilfreichen Ansätzen für die Praxis.

Viel Spaß beim Hören dieser QM-Podcast Episode.

Interesse an interessierten Parteien

Interessierte Parteien

Anforderungen an Lieferanten oder Mitarbeiter zu formulieren ist nur eine Seite der Medaille. Mindestens genauso wichtig ist es, sich mit den Anforderungen von Lieferanten oder Mitarbeitern auseinanderzusetzen.

Die ISO 9001 nennt das im Abschnitt 4.2 „Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien“.

Hierzu erhalten Sie in diesem Podcast einige Anregungen.

Interview zum Buch „Wieso ISO?“

Wieso ISO

Georg Dlugosch, Chefredakteur des Fachmagazins „Industrial Quality“ (IQ), führte mit mir im Rahmen der Ausgabe 02/2018 das folgende Interview:

Redaktion IQ: Herr Joseph, was erwartet die Leser in Ihrem Buch „Wieso ISO? – Über den Sinn und Unsinn bei Zertifizierungen nach ISO 9001 und co.“?

Stephan Joseph: Stellt man sich als Berater für Qualitätsmanagementsysteme vor, triff man selten auf Gegenliebe zum Thema ISO 9001. Wenn man ein wenig nachhakt, erhält man in der Regel völlig falsche Annahmen darüber, was dieser Standard von Unternehmen fordert. Daher skizziere ich im ersten Teil meines Buchs, warum die Zertifizierung nach ISO 9001 überwiegend einen schlechten Ruf genießt. Der zweite Teil erinnert an den ursprünglichen Sinn von Managementsystemen und im letzten Teil werden ausgewählte Themen der Norm etwas genauer skizziert.

Redaktion IQ: An wen richtet sich dieses Buch? …

Wieso ISO? – Mein Buch ist fertig

Wieso ISO

Wieso ISO?

Über Sinn und Unsinn bei Zertifizierungen
nach ISO 9001 und co.

Ich freue mich, dass ich mein Buch noch in diesem Jahr fertigstellen konnte. Ab sofort kann es bei Amazon.de für 15,90 € erworben werden.

Was erwartet die Leserinnen und Leser?

„Wieso ISO?“ ist keine weitere Anleitung zur Einführung eines QM-Systems auf Basis der ISO 9001:2015. Vielmehr wird reflektiert, warum in vielen Organisationen das Qualitätsmanagement einen schweren Stand hat und selbstverständlich enthält es zahlreiche Anregung zur Verbesserung der Wirksamkeit von Managementsystemen.

Viele Beispiele runden das Leseerlebnis ab. Negativbeispiele sollen die Unsinnigkeit vor Augen führen und Positivbeispiele sollen Anregungen zur Verbesserung geben. Zudem habe ich mich bemüht, einen lockeren Sprachstil zu verwenden (Lesbarkeit und Spaß stehen über dem wissenschaftlichen Anspruch).

Buchrückentext

Jahr für Jahr finden in Deutschland pro Arbeitstag über 200 Zertifizierungsaudits statt. Im Vorfeld wird in den Unternehmen aufgeräumt. Dokumente werden hektisch auf Vordermann gebracht. Am Tag des Audits herrscht Unsicherheit. Bloß nichts Falsches sagen oder zeigen. Am letzten Audittag lauscht die Führungsriege gebannt dem Abschlussgespräch. Endlich fällt der entscheidende Satz: „Wir werden die Zertifikatserteilung empfehlen.“

Hurra, es ist geschafft! Wieder ein Jahr Ruhe vor der ISO 9001.

Sinnlose Workshops

Kreative Workshops

„Warum setzten Sie sich nicht mal für eine Stunde mit Ihren Mitarbeitern zusammen und überlegen gemeinsam, was getan werden könnte?“ Unabhängig vom Thema, erhalte ich auf solche Vorschläge Gegenreaktionen, welche sinngemäß lauten: „Von unseren Mitarbeitern kommen keine Ideen. Die gucken Sie bei so etwas nur blöd an. Da kommt nichts.“

Ergänzt werden solche Aussagen mit: „Das haben wir alles schon mal versucht.“ Oftmals liegen solche ‚Versuche‘ bereits viele Jahre in der Vergangenheit. Fragt man weiter nach der verwendeten Methodik bei dem ‚Versuch‘, den Mitarbeitern Ideen zu entlocken, stößt man häufig ins Nirvana. …

Trockener Mist? Keineswegs!

Ist ISO 9001 nur trockener Mist?

ISO 9001 mit Begeisterung

Wenn ich mich im Privatleben als Berater und Trainer für Qualitätsmanagement oute, ernte ich selten Begeisterung. Typische Reaktionen sind: „ISO 9000? Den Mist machen wir bei uns auch, glaube ich“ oder „das ist aber ein trockenes Thema“. Ich möchte deshalb ein wenig für (Qualitäts-) Managementsysteme nach ISO 9001 zu werben.

In jeder Organisation (zertifiziert oder nicht) gibt es Regeln, die das Management aufstellt. Hinzu kommen Absprachen (weitere Regeln), über die sich Kolleginnen und Kollegen verständigen. Diese Regeln können dokumentiert sein (zum Beispiel durch Aushänge und Rundmails) oder nicht. Um die nicht dokumentierten Regeln ranken sich oft Mythen: „Das müssen wir so machen, denn ein Mitarbeiter wurde fristlos entlassen, als der alte Inhaber es mal anders gesehen hatte.“

Durch Regeln wird versucht, das System einer Organisation zu beherrschen. In einem System wollen Personen oder Abteilungen ein gemeinsames Ziel erreichen. Durch Wechselwirkungen im System (Schnittstellen, unterschiedliche Meinungen, Anzahl der Entscheidungen, Abhängigkeiten, Missverständnisse, …) entstehen Reibungsverluste und gegebenenfalls Qualitätsprobleme.

Umfrageergebnis zum Sinn der ISO 9001 Anforderungen

Bild einer Checkliste als Symbol für die Umfrageergebnis zum Sinn der ISO 9001 Anforderungen

Die Ergebnisse meiner Online-Befragung zum Sinn der ISO 9001 Anforderungen liegen vor. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Insbesondere bedanke ich mich für die zusätzlichen Telefonate und Mails, in denen einige Teilnehmer*innen ihre Abstimmung begründet haben.

Hier nochmal die Fragestellung: „Wenn die Zertifizierung nach ISO 9001 wegfallen würde, auf welche Normthemen würden Sie in der Praxis verzichten?

Umfrageergebnis Juli 2016 zum Sinn der ISO 9001 Anforderungen
Umfrageergebnis Juli 2016 (zum Vergrößern anklicken)

Insgeheim habe ich natürlich gehofft, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen mit „KEINE“ abstimmt. Allerdings hätte ich an zweiter Steller die Qualitätspolitik erwartet. Aber nun der Reihe nach (zumindest die TOP 5):

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