Führung

Managementthemen, die für jede Führungskraft interessant sein könnten.

Unsere Mitarbeiter sind uns ach so wichtig

Unsere Mitarbeiter sind uns ach so wichtig

Ich fange mal wieder mit einer typischen Auditsituation an: Üblicherweise wird im Rahmen von Audits nach Schulungsplänen und Nachweisen von durchgeführten Schulungen der Mitarbeiter gefragt. Seit der Normrevision von 2001 wird zudem gefragt, ob und wie die Wirksamkeit von Schulungen überprüft wird.

Was daraufhin den Auditoren präsentiert wird, ist oftmals ernüchternd.

Die Suche nach dem Einfachen

Die Suche nach dem einfachen

Zum Suchwort „Management“ liefert Amazon 84.315 Bücher, davon 1.633 Neuheiten (das bedeutet, sie sind erst seit 3 Monaten auf dem Markt). Setzt man den Filter auf „Business & Karriere – Management“ verbleiben immerhin noch 33.592 Bücher. Mit der Standardsortierung „Beste Ergebnisse“ finden wir bereits an zweiter Stelle den Titel „Management für Dummies. Mitarbeiter, Teams und Unternehmen gekonnt führen“, was sich anscheinend auf 366 Seiten erlernen lässt. Welcher Manager fühlt sich bei diesem Titel nicht gleich angesprochen?

Spaß bei Seite (und nichts gegen Bücher der „Dummy“-Reihe). Zu kaum einem anderen Beruf gibt es solch mannigfaltige Meinungen wie zum Beruf des Managers. In vielen Büchern und Schulungen werden zwei Dinge versucht:

  1. Dem Manager werden Werkzeuge zur Unternehmenslenkung an die Hand gegeben.
  2. Der Umgang mit Menschen wird gelehrt.

In beiden Themen steckt das Übel im Detail, wie ich hier kurz skizzieren möchte.

Gedanken zum Thema Führung

Gedanken zum Thema Führung

Wie viel Prozent der Zeit verbringen Ihre Führungskräfte mit Führung? Was tun sie dann eigentlich genau?

Leider ist es in vielen Unternehmen üblich, dass die sogenannten Führungskräfte im Tagesgeschäft untergehen und die zu führende Abteilung oder der zu führende Prozess irgendwie funktioniert.

Oftmals reduziert sich das Führungsthema auf Arbeitsverteilung und willkürlichen Einzelaktionen („wir machen mal Jahresgespräche“, „lasst uns mal zusammensetzen“, …).

Noch schlimmer ist es, wenn die Führungskräfte nicht wissen, was zu ihren Führungsaufgaben gehört, was leider auch kein seltenes Phänomen ist!

Der geeignete Prozesseigner

Der geeignete Prozesseigner

Jede Organisation, die nach ISO 9001 zertifiziert ist, hat im Managementsystem sogenannte Verfahren in Form von Ablaufdiagrammen, Flowcharts, Prozessbeschreibungen oder ähnlichem beschrieben. Diese Ablaufbeschreibungen werden in den meisten Fällen von einem Prozessverantwortlichen (Prozesseigner) freigegeben.

Ich bin Prozesseigner … und nun?

Was machen Prozesseigner?

Fast jede Organisation die ISO 9001 zertifiziert ist, hat im Handbuch Ablaufdiagramme (Flowcharts, Verfahrensanweisungen, Prozessbeschreibungen), die durch einen Prozesseigner (Prozessverantwortlichen) freigegeben wurden.

In den meisten Fällen ist es so, dass der Prozesseigner sich nach der Freigabe wieder seinem Tagesgeschäft widmet. Erst kurz vor dem nächsten Audit erinnert sich mancher Prozesseigner daran, dass es Prozesse im Handbuch gibt. Jedoch wissen die wenigsten was sie denn nun tun sollen.

Dabei ist genau das eine gute Frage: „Was sind die Aufgaben eines Prozesseigners?

In der ISO 9000 Familie finden wir keine Antwort. Jede Organisation muss sich überlegen, welche Rolle den Prozesseignern zufällt. Aufgaben und Verantwortungen des Prozesseigners könnten umfassen:

Unternehmenskultur als Erfolgsgrundlage

Unternehmenskultur als Erfolgsgrundlage
Die Qualitätspolitik ist die formulierte Unternehmenskultur.

Da aktuelle Managementsystemnormen (z.B. ISO 9001) es fordern, gibt es keine zertifizierte Organisation ohne ein dokumentiertes Leitbild. Meist hängen diese Niederschriften als „Qualitätspolitik“ oder „IMS-Politik“ in Eingangsbereichen oder Konferenzräumen aus. Vergleicht man 100 formulierte Leitbilder, so wird man wahrscheinlich über 80% identische Aussagen lesen.

Das ist keineswegs erstaunlich oder gar schlecht, denn nichts spricht gegen Kundenorientierung, Mitarbeiterorientierung oder die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Leider zeigt die Erfahrung als Berater und Auditor, dass die Leitbilder nicht ernst genommen werden und lediglich erstellt wurden, da sie ein KO-Kriterium für viele Zertifizierungen darstellt.

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit klingt logisch und kaum jemand würde sagen: „Nö, wenn alle für sich kämpfen, dann sind wir viel effektiver.“ Sogar einige Normen weisen auf den Wert der Zustimmung von allen betroffenen Bereichen hin (z.B. beim Team Review am Ende jeder Projektphase nach APQP). Leider sieht die Praxis in den meisten Fällen völlig anders aus.

Personalentwicklung

Personalentwicklung

„Unsere Mitarbeiter sind uns wichtig“ ist ein häufig gelesener Satz im Unternehmensleitbild (Normdeutsch: Qualitätspolitik). Dabei investieren viele Unternehmen mehr Geld in die Gebäudeinstandhaltung als in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Insbesondere im Mittelstand ist die Personalabteilung (Neudeutsch: HR = Human Ressource) lediglich für die Lohnabrechnung zuständig. …

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